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Informationen zum Corona-Virus

Aufgrund des dynamischen Geschehens aktualisiert das Kultusministerium Baden-Württemberg auf seiner

Internetpräsenz https://km-bw.de/Coronavirus laufend seine Informationen zu den Auswirkungen des Coronavirus.

– Die FAQs werden laufend aktualisiert

– Schreiben an die Schulen sind zeitnah abrufbar

Bei weiteren Fragen können Sie unter Tel. 0711/279-2706 Kontakt aufnehmen.

Friesenheim, den 31.März 2021

PRESSEMITTEILUNG

Landesschulbeirat Baden-Württemberg begrüßt, dass die Situation in den Schulen in der Pandemie Chefsache zu werden scheint

Es drängt sich die Frage auf, ob die heutige Videokonferenz mehr war als eine Alibiveranstaltung

Ministerpräsident Kretschmann lädt zu einer Videokonferenz, in der er verschiedene Gruppierungen dazu hören will, wie es nach den Osterferien in den Schulen weitergehen soll. Dabei sind Interessenvertreter der Lehrkräfte, Eltern und Schüler. Dabei hat er offenbar übersehen, dass das Schulgesetz des Landes Baden-Württemberg einem Gremium das Recht zuspricht, „das Kultusministerium bei der Vorbereitung grundsätzlicher Maßnahmen auf dem Gebiet des Schulwesens“ zu beraten – den Landesschulbeirat (nachzulesen in § 71 des Schulgesetzes).

Vertreter des Landesschulbeirates (LSB) waren nicht eingeladen. Ging es also gar nicht um „grundsätzliche Maßnahmen“, sondern um eine öffentlichkeitswirksame Good-Will-Veranstaltung? Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu hören war, war die Veranstaltung ein Wunschkonzert, bei dem von täglichen Tests bis zu Luftfiltern und Plexiglasscheiben alles Mögliche gefordert wurde, was zum Teil nicht in der Entscheidungshoheit des Landes liegt – sondern zum Beispiel von den Schulträgern, den Kommunen, finanziert werden muss.

Dabei erinnert man sich an den Ausspruch Kretschmanns, dass „Gehörtwerden“ nicht „Erhörtwerden“ bedeute.

Der Landesschulbeirat ist das einzige Beratungsgremium, das nicht die Interessen einer Gruppierung vertritt, sondern alle Gruppierungen der Bevölkerung wiederspiegelt – über Eltern, Lehrkräfte, Schüler, die für die Berufserziehung Mitverantwortlichen, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände, Vertreter der Hochschulen, der Kulturverbände usw. . „Diese breite Kompetenz anzuzapfen, war früheren Regierungen und Kultusministern immer wichtig“, so Ingeborge Schöffel-Tschinke, die aktuell geschäftsführende Vorsitzende. „Allerdings ist der LSB kein bequemes Gremium, sondern spricht immer wieder Probleme an und erarbeitet – seinem Auftrag entsprechend – Vorschläge, mit denen sich die Kultusverwaltung auseinandersetzen muss. Gerade in der Pandemie-Situation wäre es sicher hilfreich, ein breites Spektrum an Erfahrungen und Einblicken einzubeziehen“, so Schöffel-Tschinke weiter.

Die Bekämpfung der Pandemie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, dabei sind monokausale Sichtweisen nicht zielführend. Ein Beratungsgremium, in dem sich die verschiedensten Erfahrungen und Ideen bündeln, ist ein Pfund, mit dem eine Regierung wuchern könnte, wenn sie denn an den verschiedenen Aspekten ehrlich interessiert wäre.

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