Pressemitteilung vom 12.10.2018

Der Landesschulbeirat betont, dass Lehrerinnen und Lehrer im Land seit vielen Jahrzehnten auf der Grundlage des Beutelsbacher Konsenses verantwortungsvoll mit unterschiedlichen politischen Positionen umgehen.

Der Landesschulbeirat (LSB) begrüßt die Ankündigung der Kultusministerin, die Demokratieerziehung in die Leitperspektiven der Bildungspläne aufzunehmen. In diesem Zusammenhang weist der LSB ausdrücklich darauf hin, dass die Lehrerinnen und Lehrer verantwortungsbewusst mit unterschiedlichen politischen Positionen umgehen. Grundlage dafür ist seit vielen Jahren der Beutelsbacher Konsens. Darin wurden die Grundsätze politischer Bildung festgelegt: Überwältigungsverbot, Kontroversität und Schülerorientierung. Im Sinne der Kontroversität sollte die Lehrkraft „eine Korrekturfunktion haben, d.h. solche Standpunkte und Alternativen besonders herausarbeiten, die den Schülern von ihrer jeweiligen politischen und sozialen Herkunft her fremd sind“.

Das Ziel ist somit, Schülerinnen und Schüler zu mündigen Bürgern heranzubilden, Themen kontrovers zu diskutieren und politische Positionen zu beziehen. Grundlage dafür ist unsere Verfassung.

Der LSB ist der Ansicht, dass für eine solche Demokratieerziehung ein Bewertungsportal nicht hilfreich ist.